8 Jahre Dachzelt JB Hartschale


2012 haben wir uns für ein Exprorer  Dachzelt der Marke James Baroud in der Grösse 140x200cm entschieden.

Zum Öffnen des Dachzelt sind erst vorne und dann hinten, jeweils 2 Klappverschlüsse zu lösen und dann steht das Zelt innerhalb weniger Sekunden, durch Gasdruckdämpfer, von alleine. Man hat drei Möglichkeiten zum Einstieg. Rechts und Links kann die Leiter an einer der zwei Längsseiten an der unteren Zeltschale eingehängt werden, von hinten müsste man dann über das Heck vom Auto einsteigen.

Die Sprossen der Leiter könnten für Barfußgänger evtl. etwas schmal sein und an den Fußsohlen drücken. Die Leiter gibt es in 2 unterschiedlichen Längen und wir haben sie im Fahrzeug transportiert .

Die wirkliche Matratzenbreite am Kopf- und Fußende beträgt nur 117cm! Das ist wegen der Scharniere zum auf- und zuklappen des Zeltes. Die Matratze ist dort ausgeschnitten damit beim Schließen nichts einklemmt. Im mittleren Bereich hat man dann eine Breite von ca. 137cm.

Die Gepäckwanne des Exprorer Dachzelt ist für einen Reservereifen ausgelegt und hat 6 Befestigungspunkte. Innen im Zelt macht sich die Gepäckwanne durch eine Einschränkung der Höhe bemerkbar. Was von oben in die Tiefe geht, geht einem an Höhe im Innenbereich verloren und betrifft ca. die Hälfe des Daches.  Außerdem ist an der Stelle ein Gepäcknetz am Himmel befestigt.

Gepäckwanne von innen

Die Innenhöhe von ca. 98cm, wo keine Gepäckwanne ist, reicht allerdings aus, um sich hinzusetzen. An- und Ausziehen ist für Menschen bis ca. 185cm Körpergröße problemlos machbar.

Im Zelt ist an der Decke ringsherum ein Klettband angebracht. 2 Netztaschen, die im Lieferumfang dabei sind, kann man dadurch individuell anbringen. Die Akkulampe kann mit einer Klettschlaufe an der kurzen Seite der Dachzelt in der Mitte befestigt werden.  Die Fliegengitter der Fenster sind effektiv, die Zeltplane Regen- und Winddicht, aber nicht sehr zur Verdunklung geeignet.  

Der schwarze Streifen ist alles Klettband

Das Explorer zu schließen ist am bequemsten zu zweit zu bewerkstelligen. Gemeinsam haben wir an der vorderen Zugschlaufe das Dach herabgezogen und die Metallösen eingehängten. Nach dem es vorne eingehängt ist, stieg Mike dann immer auf das Dach des Toyota und drücke von oben das Zelt runter. Die Zeltplane muss rundherum reingestopft werden, an beiden Seiten die hinteren Ösen einhängen und zuklappen. Vorne die Metallklappen nach oben drücken, Sicherungsstifte reindrücken und fertig. Die Sicherungsstifte gehen manchmal etwas schwer. Wenn man die Metallklappe nochmal etwas öffnet, geht es leichter und wer mit Handschuhen arbeitet, dem drückt es nicht so auf die Finger. Der Abbau dauert, mit Schlafsäcke nach innen und unter der Gepäckwanne rausschieben, Gummi einhängen damit die Zeltplane nach innen eingezogen wird, Fenster bis auf eine Handbreit Schließen, runterziehen, Plane stopfen, einhaken … vielleicht 5 Minuten.

Unser Dachzelt war in den 8 Jahren dauerhaft auf dem Urlaubsfahrzeug montiert. Der Wagen steht mehr oder weniger 8 Monate im Jahr in der Garage. Die Schwarze Schale des James Baroud ist trotzdem stark ausgeblichen und hat in der Gepäckwanne oberflächliche Risse bekommen. Wir haben nie poliert, geschmiert oder imprägniert. Nach dem Urlaub wurde mal mit dem Hochdruckreiniger gewaschen und das wars. Es ist nach den 8 Jahren immer noch dicht und stabil. Am Innenhimmel ein paar Flecken von getöteten Blutsaugern, Staub und Schmutz hat sich in manchen Falten angesammelt, die Zeltplane am Reißverschluss Ende der Türen (welches beim zusammenklappen zwischen die Schalen rutschen können) haben etwas gelitten und eine von sechs Halterungen der Gepäckwanne hat dem kräftigen anziehen eines Spanngurtes mit Ratsche nicht standgehalten. Ausserdem hält der Akku des Dachlüfter keine volle Nacht mehr durch.

Erwähnenswert ist auch die Kundenfreundlichkeit von James Baroud. Durch Eigenverschulden sind die Kunststoffhaken an der Leiter gebrochen. Ein Ersatz kam postwendend kostenlos aus Metall. Dabei auch gleich die Nieten und eine Anleitung zur Schadensbehebung. Das Aufladekabel der Lampe war eine Zeitlang nicht auffindbar und wir bekamen schnell und unkompliziert ein Neues. Einen so guten Service muss man einfach erwähnen. (Nein, ich werde dafür nicht bezahlt)

Die Erfahrungen im Urlaubsleben mit Dachzelt und warum wir es vorerst aufgegeben haben kommt im nächsten Bericht.

Kategorien:Ausrüstung

1 Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: