8 Jahre Dachzelterfahrung; Teil 2


Der grosse Vorteil eines Dachzelt ist natürlich der schnelle Auf- und Abbau. Auf der anderen Seite jedoch kann man sein Fahrzeug nicht frei nutzen, wenn man länger an einem Platz stehen bleibt. Denn meistens hat man ja nicht nur sein Dachzelt offen. Es gibt noch Kochutensilien, Tisch & Stühle, hier eine Lampe und dort noch die Tasche mit dem Klamotten … Bei einem Bodenzelt sind diese Dinge schnell mal ins Zelt geräumt und man fährt mit seinem Auto zum Einkaufen, an den Strand oder zur nächsten Sehenswürdigkeit. Beim Dachzelt muss alles wieder ordentlich ins Auto gepackt und festgezurrt werden.

Daher haben wir uns für solche Fälle ein externes Zelt zuleglegt, welches genauso schnell steht wie das Dachzelt. Dadurch bleibt einem der Stellplatz erhalten den man sich auserkoren hat. Im Ausland sind diese nämlich selten in Parzellen unterteilt. Ausserdem können wir dann einfach alles was lose rumliegt einfach schnell ins Zelt packen. Ein weiterer Gesichtspunkt ist auch das man nicht offensichtlich seine teuren Stühle, die Küchenbox oder den grill draussen stehen hat wenn niemand da ist.

Meistens jedoch habe ich schon zuhause Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe von den Sehenswürdigkeiten gesucht die wir anfahren möchten. So haben wir morgens unsere Besichtigungen gemacht und hatten dann noch Zeit zum nächsten Übernachtungsplatz zu kommen. Einkaufen erledigen wir gerne am späten Nachmittag. Manchmal erübrigt sich dann sogar das kochen/grillen am Abend oder es gibt dann etwas besonders das sich nicht lange hält oder viel Platz im Kühlschrank in Anspruch nimmt. Auf dem Supermarktparkplatz wird der Grosseinkauf halbwegs bruchsicher schnell verstaut und dann gehen wir auf Nachtplatz suche.

Mit einem Dachzelt ist man viel draussen. Kochen, quatschen, Karten spielen …alles passiert draussen. Vorzugweise unter einer Markise, manche DZ haben inzwischen die Option für ein Vorzelt. Aber der Wind pfeift unter dem Fahrzeug durch und die Feuchtigkeit steigt abends aus dem Boden auf. Wirklich warm hat man es nicht wenn das Wetter nicht mitspielt. Wir haben daher gelernt den Wagen so zu packen dass wir im Notfall auch zu dritt drinnen zusammensitzen können und dann geniessen wir die Standheizung.

Und während ich das so schreibe fällt mir auf, mit Dachzelt muss man das Improvisieren schon mögen. Es ist ein tolle Art zu reisen, aber nicht unbedingt die komfortabelste. Minimalismus und „back to the roots“ gehört meiner Meinung nach zum Campen mit Dachzelt.

Kategorien:Ausrüstung

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